Meine Geschichte – das Leben mit dem EBV-Virus (Teil II)

von Brigitte Schreiber

Nachdem die Diagnose Epstein-Barr-Virus feststand, habe ich mich erst mal überall schlau gemacht. Und was ich da las, war nicht gerade beruhigend.

Das Virus mit dem schönen Namen, kann unseren Körper ganz schön aufmischen. Es kann sich in fast jedem Organ breit machen und unsere Zellen mutieren lassen. Chronische Entzündungen, Allergien, Unverträglichkeiten oder Autoimmunerkrankungen auslösen.

NA TOLL, WIESO MUSS MIR DAS PASSIEREN

Meine erste Reaktion, war Unverständnis, Unglauben. Viele Fragen – Wieso? Wieso ich?

Meine Frage nach der Behandlung an die Hausärztin, wurde nicht so beantwortet, wie ich mir das wünschte. Sie meinte, sie könne nur die Symptome behandeln. Mehr gibt es in der Schulmedizin nicht.

Ich hatte mir natürlich vorgestellt, ein komplettes Therapieprogramm von ihr zu bekommen. Nachdem ja sehr viele Menschen dieses Virus in sich tragen. Bei den meisten wird es nur nicht aktiv. Auslöser sind meisten chronische Stresssituationen und psychische Überforderung.

HILFE AUS EINER UNERWARTETEN ECKE

Jetzt musste ich mir selbst etwas überlegen – wo konnte ich Hilfe bekommen. Durch Zufall hörte ich von einem Kräutersammler. Ich stellte den Kontakt her und wir entwarfen gemeinsam ein Ernährungsprogramm für mich. Er gab mir Teemischungen zur Körperreinigung und Entgiftung. Meine Ernährung stellte ich von einem Tag auf den anderen radikal um.

Der zukünftige Speiseplan war anfangs sehr gewöhnungsbedürftig. Allmählich gewöhnte ich mich jedoch daran. Alles geht, wenn das „Wasser bis zum Hals“ steht..

IRGENDWIE MUSSTE ICH AUS DER KRAFTLOSIGKEIT HERAUSFINDEN

Schon nach wenigen Tagen merkte ich, wie meine Symptome weniger wurden. Aber die Kraft kam nicht zurück. Ich hätte tagelang schlafen können. Leider sah man mir das nicht an. Deshalb musste ich ja wieder arbeiten und funktionieren. Der Haushalt musste gemacht werden, meine Familie forderte ihren Anteil.

Ich verlor manchmal während des Unterrichts den Faden, wusste nicht mehr welchen Satz ich gerade gesagt hatte. Das nervte mich ungemein. Beim Vorbereiten des Unterrichts konnte ich zeitweise meine Augen kaum offen halten. Ich war immer die „Powerfrau“ – Energie bis zum Ende. Und plötzlich — nichts mehr.

So konnte es nicht weiter gehen.

ALTERNATIVE HEILMETHODEN

Ich fand eine Homöopathin, zu der ich grosses Vertrauen aufbauen konnte. Sie war einverstanden, mit mir zu arbeiten.

Nach 6 Wochen hatte ich keine Symptome mehr. Nur die fehlende Energie und diese Dauermüdigkeit waren geblieben. Sport war verboten, da der Virus sowohl die Milz als auch die Leber empfindlich auf Stösse und schnelle Bewegungen macht.

So entwickelte ich für mich ein leichtes aber effizientes Krafttraining. Damit konnte ich meine Muskeln wieder aufbauen und ich merkte innerhalb kürzester Zeit, wie langsam wieder Energie in den Körper kam.

WAS MUSS SICH IN ZUKUNFT ÄNDERN?

Die Frage nach der Zukunft hatte sich von Anfang an aufgedrängt. Wie soll es weiter gehen. Was muss sich ändern.

Erstmal hatte ich nicht den Mut etwas zu ändern. Ich hatte ja so viel zu tun mit dem „wieder gesund“ werden. Aber mit der Zeit merkte ich, dass ich dem Virus in die Hand spielen würde, wenn ich nichts ändere.

DER VIRUS BLEIBT, UND WARTET AUF SEINE CHANCE

Die Suche nach den Ursachen, brachte einige Situationen sowohl im privaten als auch Arbeitsumfeld zu Tage. Ich begriff allmählich, was ich ändern musste. Dem Virus wollte ich keine Gelegenheit mehr geben, mir mein Leben wegzunehmen und sich auszubreiten.

Peu à peu veränderte ich mein berufliches und mein privates Umfeld. Es ergab sich sogar, dass ich den Heimatstaat gewechselt habe.

ICH LEBE HEUTE MEIN LEBEN

Heute habe ich mein eigenes Leben. Ich habe meine Selbständigkeit und teile mir meine Zeit und Energie selbst ein. Ich kann mir erlauben, morgens meine „Hour of Power“ zu geniessen. Wenn ich an manchen Tagen weniger Energie habe, kann ich mich zurück lehnen.

Der Virus schlummert in mir. Daran lässt sich nicht wirklich was ändern. Aber dadurch, dass ich mein Leben selbst in der Hand habe, kann mein Körper, mein Geist und meine Psyche genügend Kraft tanken um gesund zu bleiben. Ich geniesse jeden Tag.

Ich wünsche mir in Zukunft anderen Betroffenen zu helfen. Diese an der Hand zu nehmen und gemeinsam mit ihnen einen Weg in die Kraft und ins neue Leben zu finden.

Darauf freue ich mich sehr …

Ich freue mich auf eure Kommentare. Erzählt mir doch von eurer Erfahrung.

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Herzlichst eure Brigitte

Ratgeber für Gesundheitsfragen Was ist das Epstein Barr Virus (EBV)

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